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Die Menschen hinter Apple

Hinter jedem Gerät steht jemand, der es möglich gemacht hat. Diese Profile erzählen von den Gründern, den acht CEOs und den Schlüsselfiguren: ihre Etappen, ihre Entscheidungen und die Produkte, an denen sie mitgewirkt haben, verlinkt mit den Geräteseiten des Museums. Am Ende jedes Profils steht eine geprüfte Bibliografie: Bücher, die sie geschrieben haben, und Bücher über sie.

GRÜNDERDIE REIHE DER ACHT CEOsDIE CEOs VOR JOBS, IM DETAILDIE CEOs NACH JOBS, IM DETAILSCHLÜSSELFIGURENQuellen

GRÜNDER

Steve Jobs

Foto: Matthew Yohe, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)

Steve Jobs

1955–2011. Er gründete Apple 1976, wurde 1985 beiseitegedrängt, gründete NeXT und kaufte Pixar und kehrte zurück, um die Erholungsära von Apple zu führen. Seine Biografie lässt sich in vier Etappen erzählen:

Apple · 1976 – 1985

Die Gründung und der Macintosh

Er gründete Apple Computer am 1. April 1976 mit Wozniak und Wayne. Wozniak entwarf die Computer; die Bestellung eines örtlichen Ladens über 50 montierte Apple-I-Platinen zeigte Jobs, dass es einen Markt gab. Der Apple II machte Apple zu einem großen Unternehmen, das im Dezember 1980 an die Börse ging. Am 24. Januar 1984 stellte er den Macintosh vor. 1985 gab er die Leitung der Macintosh-Abteilung ab und trat im September zurück. [Produktseiten: Apple I, Apple II, Macintosh 128K]

NeXT · 1985 – 1996

Der Würfel und die Software

Er gründete NeXT mit mehreren ehemaligen Apple-Mitarbeitern, um Arbeitsstationen für die Hochschulbildung zu bauen. Am 12. Oktober 1988 stellte er den NeXT Computer vor: einen 30-cm-Magnesiumwürfel für 6.500 Dollar. Auf einem dieser Würfel am CERN schuf Tim Berners-Lee den ersten Webserver und den ersten Browser. Die Hardware hatte nicht den erhofften Erfolg: Im Februar 1993 kündigte NeXT an, die Computerfertigung einzustellen, mit 280 Entlassungen unter 530 Mitarbeitern laut LA Times, und konzentrierte sich auf seine Software, NeXTSTEP. Im Dezember 1996 einigte sich Apple auf den Kauf von NeXT für 400 Millionen Dollar (8-K-Einreichung bei der SEC).

Pixar · 1986 – 2006

Vom Grafikcomputer zu Toy Story

Am 3. Februar 1986 kaufte er George Lucas die Computerabteilung von Lucasfilm ab —das Computergrafik-Team, das Lucas 1979 unter Ed Catmull aufgebaut hatte— und machte sie zu einem eigenständigen Unternehmen: Pixar. Sein Produkt war der Pixar Image Computer, ein High-End-Grafikcomputer, der nie ein kommerzieller Erfolg wurde; das Studio machte mit seiner Rendering-Software RenderMan und seinen Kurzfilmen weiter, bis zum Vertrag von 1991 mit Disney zur Produktion von Spielfilmen. Der erste, Toy Story (1995), war nach Angaben von Pixar der erste computeranimierte Spielfilm, mit 362 Millionen Dollar weltweitem Einspielergebnis; wenige Tage nach der Premiere ging Pixar an die Börse, der größte Börsengang des Jahres nach Angaben des Unternehmens selbst. Im Januar 2006 kündigte Disney den Kauf von Pixar für 7,4 Milliarden Dollar in Aktien an (das Geschäft wurde im Mai 2006 abgeschlossen), und Jobs, dem etwa 50,6 % der Pixar-Aktien gehörten, zog in den Disney-Verwaltungsrat ein.

Apple · 1996 – 2011

Die Rückkehr

Er kehrte mit dem NeXT-Kauf als Berater zurück, wurde im September 1997 vorläufiger CEO und ab Januar 2000 ständiger CEO. Die Erholung: iMac, iPod, iPhone und iPad. Er trat am 24. August 2011 zurück und starb am 5. Oktober desselben Jahres. [Produktseiten: iMac G3, iPod, iPhone, iPad]

BÜCHER ÜBER IHN

„Steve Jobs“, Walter Isaacson (2011): die autorisierte Biografie, auf Wunsch von Jobs selbst geschrieben. ↗

„Becoming Steve Jobs“, Brent Schlender und Rick Tetzeli (2015): seine Entwicklung als Führungspersönlichkeit, erzählt von zwei Journalisten, die ihm nahestanden. ↗

(Er hat keine Bücher geschrieben.)

Design jenseits der Produkte

Das Haus ohne Möbel. Hinter der Möbelgeschichte stehen konkrete Berichte. 1982 fotografierte Diana Walker ihn für das Time Magazine in seinem Haus in Woodside (Kalifornien): ein fast leeres Wohnzimmer, eine Tiffany-Lampe, und er sitzt auf dem Boden. Jahre später, im roten Backsteinhaus in Palo Alto, blieb der Anspruch derselbe: Wie seine Frau Laurene Powell Jobs dem Biografen Walter Isaacson erzählte, sprachen wir acht Jahre lang theoretisch über Möbel und fragten sich, wozu ein Sofa gut ist; 2022 bestätigte sie, dass sie viele, viele Jahre ohne Sofa und Stühle lebten, weil sie sich nicht auf die Details einigen konnten. Quellen: Steve Jobs Archive, NPR, Business Insider.

Die Villa, die er abreißen ließ. 1984 kaufte Jobs das Jackling House in Woodside, entworfen vom Architekten George Washington Smith. Laut The Almanac wollte er es seit 2001 durch ein modernes Haus ersetzen; der Abriss begann am 14. Februar 2011. Dieses Haus darf nicht mit dem Foto von 1982 verwechselt werden. The Almanac.

Die Yacht Venus. Jobs gab die Venus in Auftrag und wirkte mit Philippe Starck an ihrer Entwicklung mit. Feadship nennt den akribischen Eigentümer und Starck und schreibt das Außen- und Innendesign ausdrücklich Starck sowie die Schiffskonstruktion Feadship De Voogt zu. Die Yacht ist 78,20 Meter lang und stammt von 2012, nach Jobs’ Tod. Starck verbindet das Design mit der Philosophie des Minimums und der Entmaterialisierung. Feadship · Philippe Starck.

Der kreisförmige Hauptsitz. Apple Park geht tatsächlich auf eine Vision von Jobs zurück, der den Architekten Norman Foster 2009 persönlich auswählte, um sie Wirklichkeit werden zu lassen: ein niedriger Ring mit großem Innenhof, eingebettet in die Natur. Er stellte das Projekt am 7. Juni 2011 persönlich dem Stadtrat von Cupertino vor; nach seinem Tod bewahrten Tim Cook und Jony Ive diese Vision bis zur Fertigstellung. Quellen: Inc., Stadt Cupertino. Apple · 2017.

Steve Wozniak

Foto: Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)

Steve Wozniak

[Produktseiten: Apple I, Apple II, Disk II]

VON IHM GESCHRIEBENE BÜCHER

„iWoz: Computer Geek to Cult Icon“, Steve Wozniak mit Gina Smith (2006): seine Autobiografie; seine eigene Darstellung der Apple-I- und Apple-II-Jahre. ↗

Ronald Wayne

Foto: Aljawad, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)

Ronald Wayne

[Produktseiten: Apple I]

VON IHM GESCHRIEBENE BÜCHER

„Adventures of an Apple Founder“, Ronald G. Wayne (2011): seine Memoiren als dritter Mitgründer. ↗

„Insolence of Office“, Ronald G. Wayne (2011): ein späteres Werk von ihm, ohne Bezug zu Apple. ↗

DIE REIHE DER ACHT CEOs

Acht Personen haben Apple geführt. Unterhalb dieser Zeile stehen die ausführlichen Profile: zuerst die fünf CEOs vor Jobs' Rückkehr und am Ende Cook und Ternus.

  1. 1977–1981Michael Scott · Erster CEO, von Markkula eingestellt. Er organisierte das junge Unternehmen, und in seiner Zeit entstanden der Apple II, der Disk II und der problematische Apple III. Apple ging im Dezember 1980 an die Börse.
  2. 1981–1983Mike Markkula · Der Investor, der an zwei Jungs in einer Garage glaubte: Er schrieb den Geschäftsplan und die Marketingphilosophie von Apple. Als CEO beaufsichtigte er die Lisa-Ära und den Start des Macintosh-Projekts.
  3. 1983–1993John Sculley · Von Jobs von PepsiCo geholt. In seine Zeit fielen der Macintosh und die „1984“-Anzeige; 1985 gab Jobs die Leitung seiner Division ab. Später kamen der SE, die LC-Familie und der Newton.
  4. 1993–1996Michael Spindler · „The Diesel“. Seine große Entscheidung war der Umstieg der Macs auf PowerPC-Chips, und er autorisierte erstmals Mac-Klone. Auch die Ära des LC 475, des PowerBook 520 und der QuickTake 100.
  5. 1996–1997Gil Amelio · Kam von National Semiconductor, um das Unternehmen zu führen. Seine historische Entscheidung: der Kauf von NeXT für 400 Millionen Dollar, der Steve Jobs zu Apple zurückbrachte. Er trat im Juli 1997 zurück.
  6. 1997–2011Steve Jobs · Kehrte mit dem NeXT-Kauf zurück: vorläufiger CEO im September 1997, ständiger ab Januar 2000. Die Erholung: iMac, iPod, iPhone und iPad. Er trat am 24. August 2011 zurück.
  7. 2011–2026Tim Cook · Dreizehn Jahre bei Apple beim Amtsantritt, aus dem operativen Bereich kommend. Seine Ära: Apple Watch, AirPods, die Apple-Silicon-Chips, der Ausbau der Dienste und Vision Pro. Er ist heute Executive Chairman.
  8. 2026–heuteJohn Ternus · CEO seit dem 1. September 2026. Fünfundzwanzig Jahre bei Apple, vom Produktdesign bis zur Leitung der gesamten Hardware-Entwicklung: Die aktuelle Produktpalette entstand unter seiner technischen Leitung, vor seiner Ernennung.

DIE CEOs VOR JOBS, IM DETAIL

Scott, Markkula, Sculley, Spindler und Amelio: fünf Profile mit ihren Etappen, gestützt auf die Serie „Apple at 50“ von AppleInsider (2026) und die von ihr zitierten zeitgenössischen Texte. Für Sculley existiert ein freies Porträt (CC BY 2.0); für Scott, Markkula, Spindler und Amelio wurde kein geprüftes freies Foto gefunden.

Michael Scott

Eyebrow: Erster CEO · Februar 1977 – März 1981

Einstellung

Der Erwachsene im Raum

Markkula kannte ihn von Fairchild Semiconductor und stellte ihn ein, als Apple noch ein ungeordnetes Unternehmen war. Laut AppleInsider akzeptierte er ein Drittel dessen, was er damals bei National Semiconductor verdiente: 26.000 Dollar.

1977 – 1980

Ordnung, ein Handbuch und ein Börsengang

Mit dem im April 1977 vorgestellten Apple II war Apple laut AppleInsider innerhalb eines halben Jahres aus den roten Zahlen. Scott nummerierte die Mitarbeiterausweise (die 1 für Wozniak, die 7 für sich selbst; Jobs bekam die 0), stellte von Hand ein erstes Handbuch von etwa 30 Seiten zusammen, das im Januar 1978 zum Apple II Reference Manual wurde, und verbot in einem Memo vom 1. Februar 1980 den Kauf von Schreibmaschinen bei Apple. Am 12. Dezember 1980 ging Apple an die Börse. [Produktseiten: Apple II, Disk II]

1980 – 1981

Der Apple III und die „Apple-Säuberung“

Der Apple III wurde ab November 1980 ausgeliefert, trotz Warnungen der Ingenieure vor der internen Uhr; AppleInsider berichtet, dass ein Teil der ersten Einheiten beschädigt ankam. Am 25. Februar 1981 entließ Scott etwa 40 Mitarbeiter an einem einzigen Tag. Einen Monat später ersetzte Markkula ihn als CEO; Scott verließ Apple am 17. Juli 1981 und starb am 12. April 2025. [Produktseiten: Apple III]

Mike Markkula

Eyebrow: Zweiter CEO · 1981 – 1983

Vor Apple

Der Investor, der mit 33 in Rente ging

Geboren 1942 in Los Angeles, arbeitete er als Marketingmanager bei Intel und Fairchild. Mit Aktienoptionen beider Unternehmen ging er um 1975 in den Ruhestand. Um November 1976 schlug ihm der Investor Don Valentine vor, sich anzusehen, was Jobs und Wozniak in ihrer Garage taten.

1977

Der Geschäftsplan und das Geld

Laut AppleInsider, das das Buch Apple Confidential 2.0 zitiert, investierte er 92.000 eigenen Dollar und sicherte eine Kreditlinie von 250.000 bei der Bank of America. Er schrieb den Geschäftsplan selbst, weil die beiden Steves es nicht taten. Apple Computer, Inc. wurde am 3. Januar 1977 gegründet; an diesem Tag unterzeichnete er die Notiz „Apple Marketing Philosophy“, einen 96-Wörter-Text über Fokus, Empathie und Produktpräsentation. [Produktseiten: Apple II]

1979 – 1983

Vorsitzender, dann CEO

Als Verwaltungsratsvorsitzender bat er Jef Raskin 1979, an einer Spielmaschine zu arbeiten; Raskin schlug ihm stattdessen das Projekt vor, das er Macintosh nannte. Im März 1981 übernahm er das Amt des CEO. Er erkannte die Probleme des Apple III im April 1981 öffentlich an und beaufsichtigte die Einführung des Lisa. [Produktseiten: Apple Lisa, Macintosh 128K]

John Sculley

Foto: JD Lasica, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons)

John Sculley

Eyebrow: CEO · 1983 – 1993

1982 – 1983

Von Pepsi zu Apple

Er war Präsident von PepsiCo und suchte keinen neuen Job. Laut AppleInsider, das seine Autobiografie Odyssey (1988) heranzieht, brachte ihn ein Headhunter im Dezember 1982 zu Jobs. Markkula und Jobs hatten zuvor jemanden mit Technikprofil gesucht, etwa Don Estridge von IBM, und Absagen erhalten. Er trat am 8. April 1983 ein.

1983 – 1985

Der Macintosh, die „1984“-Anzeige und der Bruch mit Jobs

Laut AppleInsider stritt er mit Jobs über den Preis des Macintosh, der hoch blieb, um das Marketing zu finanzieren, und hatte Zweifel an der „1984“-Anzeige: Sie kam auf der Vertriebskonferenz gut und beim Verwaltungsrat schlecht an, und die Marketingverantwortlichen beschlossen, sie vollständig im Super Bowl zu senden. Die Kampagne „Test Drive a Macintosh“ war teuer und steigerte die Verkäufe nicht. Am 10. April 1985 sagte Sculley dem Verwaltungsrat, er werde zurücktreten, wenn Jobs nicht von der Macintosh-Leitung abgezogen werde; der Rat tat dies, beließ Jobs aber als Chairman. Nach Jobs' Versuch, ihn zu stürzen, stellte sich der Rat hinter Sculley. AppleInsider betont, dass er Jobs nicht gefeuert hat: Jobs trat am 13. September 1985 zurück. [Produktseiten: Macintosh 128K, Macintosh SE]

1987 – 1993

Knowledge Navigator, Newton und der Abschied

1987 stellte Apple das Video Knowledge Navigator vor, eine Vision eines digitalen Assistenten. Im Januar 1992 kündigte Sculley den Newton an, der erst im August 1993 in den Verkauf kam, und unterstützte gleichzeitig General Magic, eine Ausgründung mit einem ähnlichen Gerät; laut AppleInsider scheiterten beide. Die Verkäufe stiegen von etwa 600 Millionen Dollar 1983 auf fast 8 Milliarden bei seinem Abschied (Zahlen von Owen Linzmayer, zitiert von AppleInsider). 1993 fielen die Gewinne, und der Verwaltungsrat bat ihn um seinen Rücktritt: Michael Spindler löste ihn im Juni 1993 ab. [Produktseiten: MessagePad]

VON IHM GESCHRIEBENE BÜCHER

„Odyssey: Pepsi to Apple“, John Sculley mit John A. Byrne (1987): seine Memoiren; eine First-Hand-Quelle zu seiner Amtszeit. ↗

„Moonshot!“, John Sculley (2014): sein Buch über Strategie und Unternehmertum. ↗

Michael Spindler

Eyebrow: CEO · 1993 – 1996

1980 – 1990

Vom Europa-Team zur Nummer zwei

Markkula stellte ihn im September 1980 ein, um Apples Verkäufe in Europa zu leiten; laut AppleInsider dauerte es Monate, bis er bezahlt wurde, weil Apple nicht wusste, wie man Geld ins Ausland schickt. Daher der Spitzname „The Diesel“ für sein Arbeitstempo. 1990 hatten sich die europäischen Verkäufe seit seiner Ankunft verdreifacht und machten ein Viertel von Apples Umsatz aus. Sculley machte ihn am 29. Januar 1990 zum Chief Operating Officer.

1993 – 1994

Kürzungen, Reorganisation und PowerPC

Bei seinem Amtsantritt im Juni 1993 entließ er 2.500 Mitarbeiter, fror die Gehälter ein und reorganisierte das Unternehmen, laut AppleInsider. In seine Zeit fielen die Power Macintosh 6100, 7100 und 8100 und der Wechsel von Motorola-Chips zu PowerPC. Laut dem von AppleInsider zitierten Buch von David Pogue brachen ihre ersten sechs Verkaufsmonate einen Rekord: 9,2 Milliarden Dollar in Macs. [Produktseiten: Power Macintosh 6100, LC 475, PowerBook 520]

1994 – 1996

Klone, Sun und Ablösung

Bei Ende 1994 sinkenden Verkäufen öffnete Spindler die Lizenz des Mac-Betriebssystems für Klonhersteller. Laut AppleInsider prüfte er auch den Verkauf von Apple: Sun Microsystems zeigte Interesse, aber das Angebot war zu niedrig. Anfang 1996 entmachtete ihn der Verwaltungsrat mit Markkula als Schlüsselfigur und ernannte Gil Amelio. [Produktseiten: QuickTake 100]

Gil Amelio

Eyebrow: CEO · 1996 – 1997

Vor Apple

Die Rettung von National Semiconductor

Doktor der Festkörperphysik von Georgia Tech, mit 16 Patenten auf seinen Namen, bevor er zu National Semiconductor kam, das er laut AppleInsider in vier Jahren als CEO wieder in die Gewinnzone brachte. Er trat auf Einladung von Spindler in Apples Verwaltungsrat ein.

1996

Verluste, Kürzungen und ein Betriebssystem ohne Kurs

Er trat sein Amt Anfang 1996 an. Laut AppleInsider musste er im April einen Verlust von 740 Millionen Dollar bekannt geben und entließ etwa 1.500 Mitarbeiter; er holte Fred Anderson als Finanzchef, und Apple kehrte im September 1996 in die Gewinnzone zurück (25 Millionen). Er versuchte, das Betriebssystem Copland voranzubringen und suchte nach dessen Scheitern ein externes unter BeOS, Solaris, Windows NT und NeXTSTEP. [Produktseiten: PowerBook 1400]

1996 – 1997

NeXT und Jobs' Rückkehr

Laut seinem eigenen Buch On the Firing Line hörte er sich am 10. Dezember 1996 die Präsentationen von NeXT und Be an und verhandelte mit Jobs. Apple einigte sich auf den Kauf von NeXT für 400 Millionen Dollar (8-K-Einreichung bei der SEC). AppleInsider merkt an, dass das Geld aus dem Verkauf von Arm-Aktien stammte, die Apple seit der Sculley-Ära hielt. Amelio trat am 9. Juli 1997 zurück.

VON IHM GESCHRIEBENE BÜCHER

„On the Firing Line: My 500 Days at Apple“, Gil Amelio mit William L. Simon (1998): seine 500 Tage bei Apple in eigenen Worten; die Quelle zur Entscheidung für den NeXT-Kauf. ↗

DIE CEOs NACH JOBS, IM DETAIL

Cook und Ternus: Jede Angabe in diesen beiden Profilen stammt aus offiziellen Apple-Newsroom-Mitteilungen (2005, 2011 und 2026).

Tim Cook

Foto: Tessa Bury, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons)

Tim Cook

Eyebrow: CEO · 2011 – 2026

1998 – 2005

Operations: die Lieferkette hinter der Rückkehr

Wirtschaftsingenieur von Auburn mit MBA von Duke; vor Apple verbrachte er 12 Jahre bei IBM und war Vizepräsident bei Compaq. Er kam 1998 als Senior Vice President of Operations zu Apple, wurde 2002 zum Executive Vice President of Worldwide Sales and Operations befördert und übernahm 2004 zusätzlich die Macintosh-Sparte. Am 14. Oktober 2005 ernannte Apple ihn zum Chief Operating Officer (COO); in der Mitteilung sagte Jobs, er mache diese Arbeit schon seit über zwei Jahren und es sei höchste Zeit, dies offiziell anzuerkennen.

2005 – 2011

Jobs' Nummer zwei

Als COO war er für alle weltweiten Verkäufe und Operationen verantwortlich: das durchgängige Management der Lieferkette, die Verkaufsaktivitäten sowie Service und Support in allen Märkten, dazu die Leitung der Macintosh-Sparte und die Beziehungen zu Händlern und Zulieferern, laut Apple. Am 24. August 2011, bei Jobs' Rücktritt, ernannte ihn der Verwaltungsrat zum CEO.

2011 – 2026

Fünfzehn Jahre Wachstum

Laut Apples offizieller Bilanz brachte seine Amtszeit neue Kategorien wie Apple Watch, AirPods und Vision Pro; die Dienste wurden zu einem Geschäft von über 100 Milliarden Dollar im Jahr, und die Macs stiegen auf Apple-eigene Chips um. Der Jahresumsatz vervierfachte sich fast, von 108 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2011 auf über 416 Milliarden 2025, und die Basis aktiver Geräte überstieg 2,5 Milliarden. Am 20. April 2026 kündigte Apple die Nachfolge an: Cook wurde am 1. September 2026 Executive Chairman des Verwaltungsrats und erklärte, Apples CEO gewesen zu sein sei das größte Privileg seines Lebens. [Produktseiten: Apple Watch, AirPods, MacBook Air M1, Vision Pro]

BÜCHER ÜBER IHN

„Tim Cook: The Genius Who Took Apple to the Next Level“, Leander Kahney (2019): eine Biografie über seine Zeit an der Spitze von Apple. ↗

(Er hat keine Bücher geschrieben.)

John Ternus

Foto: Tessa Bury, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons)

John Ternus

Eyebrow: CEO · seit 2026

2001 – 2013

Vom Produktdesign zur Entwicklung

Maschinenbauingenieur der University of Pennsylvania; vor Apple arbeitete er als Maschinenbauingenieur bei Virtual Research Systems. 2001 trat er dem Produktdesign-Team von Apple bei, 2013 wurde er zum Vice President of Hardware Engineering ernannt.

2013 – 2021

Vom iPad zu den AirPods

Als Verantwortlicher für Hardware-Entwicklung war er laut Apple an der Einführung neuer Produktlinien wie iPad und AirPods beteiligt sowie an vielen Generationen von iPhone, Mac und Apple Watch. 2021 trat er dem Führungsteam als Senior Vice President of Hardware Engineering bei. [Produktseiten: iPad, AirPods, Apple Watch]

2021 – heute

Die gesamte Hardware-Entwicklung, und CEO

Unter seiner technischen Leitung entstanden das MacBook Neo, die iPhone-17-Reihe mit dem iPhone Air und die neuesten AirPods-Fortschritte; Apple schreibt ihm auch Fortschritte bei Haltbarkeit, recycelten Materialien und Reparierbarkeit zu. Am 20. April 2026 kündigte Apple an, dass er der nächste CEO werde: Er trat das Amt am 1. September 2026 an und zog in den Verwaltungsrat ein. Bei der Annahme sagte er, er fühle sich glücklich, unter Steve Jobs gearbeitet und Tim Cook als Mentor gehabt zu haben. [Produktseiten: iPhone 17 Pro, iPhone Air, AirPods Pro 3, MacBook Neo]

(Keine veröffentlichte Bibliografie: eine zu neue Persönlichkeit.)

SCHLÜSSELFIGUREN

Jony Ive

Foto: Marcus Dawes, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)

Jony Ive

Eyebrow: Design · 1992 – 2019

1989 – 1992

Von London nach Cupertino

London, 1967. Er studierte Kunst und Design am Newcastle Polytechnic und gründete nach dem Abschluss 1989 Tangerine, ein Londoner Designbüro, das Apple zu seinen Kunden zählte. 1992 bot ihm Apple eine Festanstellung am Hauptsitz in Cupertino an. (Britannica)

1997 – 2005

Der iMac und die Erholung

Bei seiner Rückkehr 1997 setzte Jobs ihn an die Spitze des Industriedesigns. Sein Design des iMac von 1998, transluzent und farbenfroh, verkaufte sich in jenem Jahr zwei Millionen Mal und half Apple zum ersten Gewinnjahr seit 1995, laut Britannica. Danach kamen der Power Mac G4 Cube (2000) und der Flachbildschirm-iMac (2002), der ihm 2003 den Designer-of-the-Year-Preis des Design Museum London einbrachte; auch der iPod (2001) trug bereits seine Handschrift. [Produktseiten: iMac G3, iPod]

2005 – 2015

iPhone, iPad und Anerkennung

Er formte weiter das iPhone (2007) und das iPad (2010) und war an der Entwicklung der Apple Watch und am Design des Apple Park beteiligt. 2006 wurde er zum Commander des Order of the British Empire ernannt und 2012 für Verdienste um das Design zum Ritter geschlagen (KBE); im selben Jahr wählte D&AD sein Team zum besten Designstudio der vergangenen 50 Jahre. 2015 wurde er Chief Design Officer. [Produktseiten: iPhone, iPad, Apple Watch]

2015 – heute

LoveFrom

2017 übernahm er wieder die direkte Kontrolle über das Produktdesign. 2019 verließ er die Belegschaft von Apple und gründete mit Marc Newson das Büro LoveFrom, mit Apple unter seinen ersten Kunden, laut offizieller Mitteilung. Mit LoveFrom gestaltete er 2023 das Emblem für die Krönung von Charles III.; der Vertrag mit Apple wurde 2022 nicht verlängert. 2024 gründete er IO, ein Unternehmen für KI-Hardware, und im Mai 2025 einigte sich OpenAI auf dessen Übernahme, mit Ive als Verantwortlichem für Design und Kreativdirektion, laut Britannica.

BÜCHER ÜBER IHN

„Jony Ive: The Genius Behind Apple's Greatest Products“, Leander Kahney (2013): eine Biografie über seine Designarbeit bei Apple. ↗

(Er hat keine Bücher geschrieben.)

Quellen